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OBERLAUSITZER-SEIFE AUS EIGENER HERSTELLUNG

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Seifhennersdorferin fertigt in Leutersdorf individuelle Seife

08.01.2016 14:49 | News

Farben, Formen und Düfte sind bei Sabine Rätzes Produkten immer wieder anders. Nur eines findet man in diesen nicht.

Leutersdorf. Sabine Rätze hat einen im wahrsten Sinne des Wortes duftenden Arbeitsplatz. Wenn sie loslegt, riecht es nach Lavendel, Mango oder Malven oder einer anderen von 40 Duftnoten. Dazu kommen etliche Farbtöne, mit denen die Seifensiederin ihre selbst hergestellte Seife verschönert. Immer wieder neue Kombinationen aus Duft und Farben machen jedes einzelne Stückzu einem Unikat. Ständig hat Sabine Rätze neue Ideen, wie sie ihre Produkte noch ansprechender präsentieren kann. Dabei hat sich die gelernte Hotelfachfrau zunächst nicht träumen lassen, dass sie mal so etwas macht. Zehn Jahre arbeitete sie in Bayern. Das habe ihr viel Spaß gemacht, sagt sie. Doch dann wurde sie Mutter und die Arbeitszeiten in der Gastronomie waren damit nicht zu vereinbaren. Sie suchte also einen neuen Job. Zu der Zeit eröffnete ihr Vater ein Bekleidungsgeschäft in Leutersdorf und bot ihr an, dort zu arbeiten. Sie nahm an und kam zurück in ihre Heimat. Aber auch wenn es ein guter Job war, so richtig Freude hatte sie daran nicht, sagt sie rückblickend.

Eines Tages schenkte ihre Mutter ihr ein Bastelset zum Herstellen von Seife. Das gefiel ihr dermaßen gut, dass sie es zu ihrem Hobby machte und sehr bald auch ihre ersten Stücke verkaufte. Anfangs rührte sie die Seife noch in der eigenen Küche. Bald lief der Verkauf so gut, dass sie immer öfter Nachschub brauchte und ihre Küche zu klein wurde. Als das „Edeka“ neben dem Geschäft des Vaters geschlossen wurde, ergriff sie deshalb die Gelegenheit und richtete in deren ehemaliger Fleischerei eine Werkstatt ein. Seitdem kann sie dort ihrer Kreativität freien Raum lassen. Einfach nur Seifenstücke mit Farben und Düften zu versehen, wurde ihr schnell langweilig und sie begann, Figuren wie Sonnen, Tannenbäume oder Sterne zu entwerfen. Auch eine „Oberlausitzseife“ mit dem Bild eines Umgebindehauses und der Lausche hat sie im Angebot. Bald bot sie zusätzlich dreidimensionale Formen an. Zunächst griff sie dabei auf gekaufte zurück. Doch sie wollte ihre Seife noch individueller gestalten und entwickelt nun auch die Formen selbst. „Dafür musste ich ganz schön tüfteln“, sagt sie, denn es sei nicht ganz einfach, die Seife unbeschädigt aus der Form zu bekommen.

Längst erzeugt die Seifhennersdorferin nicht mehr nur Seife. Seit fünf Jahren gehören zu ihrem Sortiment Badekugeln, die sie ebenfalls komplett selbst herstellt. Auch hier bezahlte sie viel Lehrgeld. Die ersten Kugeln wollten einfach nicht ihre Form behalten und sie kam nicht dahinter, was sie falsch machte. Zwischenzeitlich wollte sie sogar aufgeben, aber der Gedanke ließ sie nicht los. Sie recherchierte im Internet, wälzte Bücher und sah sich etliche Videos zum Thema an. Schließlich stellte sich heraus, dass ihre Kugeln von einer Zutat viel zu viel enthielten. Welche das ist, bleibt aber ihr Betriebsgeheimnis. Seit sie das Problem gelöst hat, stellt sie zusätzlich Badeherzen und zu Ostern Badeeier her. Sie bietet auch Badesalz an und hat schon Ideen für neue Produkte, die sie aber noch nicht verraten möchte.

Doch auch wenn sie sehr kreativ ist und vieles ausprobiert, bei einer Sache macht sie keine Kompromisse: In ihren Produkten ist keinerlei Chemie. Bei ihr sei alles 100 Prozent Natur. Darauf könnten sich die Kunden verlassen. Sie habe selber Hautprobleme und deshalb sei ihr das sehr wichtig. Ihre Produkte sehen also nicht nur gut aus, sondern pflegen gleichzeitig die Haut.

Quelle: https://www.facebook.com

(Bericht aus der SZ vom 8.1. 2016)

 

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